[ zurück ] [ Inhalt ] [ 1 ] [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ] [ 5 ] [ 6 ] [ 7 ] [ 8 ] [ 9 ] [ 10 ] [ 11 ] [ 12 ] [ 13 ] [ 14 ] [ 15 ] [ 16 ] [ 17 ] [ 18 ] [ weiter ]
Normalerweise wird beim Start einer X-Session das Programm x-window-manager ausgeführt. Dabei handelt sich allerdings gar nicht um ein Programm sondern um einen symbolischen Link auf den eigentlich zu startenden
Window-Manager. Dieser Link wird mit Hilfe von 'update-alternatives' verwaltet. Um aus den bereits installieren Window-Managern einen Standard auszuwählen, kannst Du
update-alternatives --config x-window-manager
verwenden. Es erscheint ein Menü und der gewünschte Window-Manager kann ausgewählt werden.
Wenn in der Datei ~/.xsession ein anderer Window-Manager eingetragen ist, wird der standardmäßige ignoriert. In ~/.xsession sollte das letzte zu startende Programm der Window-Manager sein.
Bei Debian Woody und höher kommt noch ein anderer Mechanismus ins Spiel. Da KDE und GNOME ihre eigenen Session-Manager installieren und darunter verschiedene Window-Manager benutzen können, wurde analog zu WMs der 'alternatives'-Eintrag 'x-session-manager' eingeführt. Wenn kde2 oder gnome-session installiert ist, wird dieses Programm (also der vom 'x-session-manager'-Link referenzierter Session-Manager) in der Standard-Konfiguration anstelle von 'x-window-manager' ausgeführt. Beachte also, dass Du beide 'alternatives'-Einträge anpasst.
Ja. Je nachdem welche Shell Du verwendest, muss Du folgendes in die entsprechende Konfigurationsdatei eintragen: Bash (~/.bashrc):
if [ "$TERM" = "rxvt" -o "$TERM" = "xterm" ]
then
export PROMPT_COMMAND='echo -ne "\033]2;$LOGNAME@$HOSTNAME $PWD\007"'
PS1='\u:\W > '
else
PS1='\u@\h:\w\$ '
fi
Tcsh (~/.tcshrc oder ~/.cshrc):
alias precmd 'echo -n "\033]2;$LOGNAME@$HOST Directory: $PWD\007\033]1;$LOGNAME@$HOST\007"'
Zsh (~/.zshrc):
precmd(){
if [[ "$TERM" == "xterm-debian" || "$TERM" == "rxvt" || "$TERM" == "xterm" ]] then
echo -n "\033]2;$LOGNAME@$HOST `date --rfc` Directory: $PWD\007\033]1;$LOGNAME@$HOST\007"
fi
}
Der Abschnitt 'Zugriff auf den X-Server' aus dem Dokument Alle Macht dem User von Jo Moskalewski
behandelt dieses Thema sehr ausführlich. Der Artikel wird wöchentlich in de.comp.os.unix.linux.infos gepostet, Du kannst ihn dort oder über groups.google lesen.
Scrollräder werden von XFree ab der Version 3.3.2 unterstützt. In dem Abschnitt 'Pointer' der /etc/X11/XF86Config musst Du die Zeile ZAxisMapping 4 5 einfügen. Wenn Du gpm
verwendest, musst Du in der /etc/gpm.conf als Repeater-Protokoll raw angeben:
/etc/gpm.conf:
device=/dev/psaux
responsiveness=
repeat_type=raw
type=imps2
append=""
/etc/X11/XF86Config:
Section "Pointer"
Protocol "imps/2"
Device "/dev/gpmdata"
ZAxisMapping 4 5
EndSection
Du kannst alle Deine bisherigen Einstellungen beibehalten, obiges ist nur ein Beispiel. Eventuell musst Du noch das Maus-Protokoll anpassen: imps/2 für eine PS/2 oder USB Wheel-Maus, intellimouse
für eine Maus am seriellen Anschluß. Nach dem Anpassen der /etc/X11/XF86Config muss der X-Server neu gestartet werden!
Für XFree 4 gilt das Selbe, die Kofigurationsdatei hat aber einen neuen Namen bekommen (XF86Config-4).
Mit gtk- und qt-Anwendungen sollte das Rad damit schon funktionieren, imwheel wird in den meisten Fällen nicht mehr benötigt. Für Netscape, xterm, Nedit und Co. brauchst Du noch
spezielle Konfigurationsdateien, wobei Potato die für den xterm schon mitbringt.
Die Konfigurationsdatei ('application defaults') für Netscape gibt es auf der Seite Making Netscape scroll with a Wheel Mouse, diese Datei
muss in das Verzeichnis /usr/lib/X11/app-defaults/Netscape kopiert werden. Anleitungen die die Konfiguration für andere Programme beschreiben, gibt es auf Colas Nahaboo X mouse wheel scroll page. Die auf dieser Seite beschriebene Methode für Netscape ist aber nicht zu empfehlen, sie ist veraltet.
Es heisst xf86cfg und befindet sich in /usr/bin/X11. Wenn X noch nicht läuft, kannst Du xf86cfg -textmode oder dpkg-reconfigure xserver-xfree86 verwenden.
Installiere das Metapaket x-window-system-core und - sofern du ISO-8850-15 locales (Euro) verwenden willst - xfonts-75dpi-transcoded und xfonts-100dpi-transcoded. Ausserdem brauchst du
noch einen Windowmanager (z.B. Windowmaker, twm oder den, der bei KDE dabei ist) und eine Terminalemulation (beispielsweise xterm, rxvt oder konsole von KDE).
Wenn du Platz sparen willst, desinstalliere das Metapaket x-window-system-core gleich wieder und entferne die unnoetigen Fontpakete, du brauchst nur 75- oder 100-dpi Fonts je nach deiner lokalen
Konfiguration.
[ zurück ] [ Inhalt ] [ 1 ] [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ] [ 5 ] [ 6 ] [ 7 ] [ 8 ] [ 9 ] [ 10 ] [ 11 ] [ 12 ] [ 13 ] [ 14 ] [ 15 ] [ 16 ] [ 17 ] [ 18 ] [ weiter ]
debian-user-german FAQ
14 Dezember 2004dugfaq at sylence dot net